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2006 Franche Comté - Burgund

Franche Comté - Burgund

3. - 10. Juni 2006


Die diesjährige Radtour organisierten Melchior und Urs zusammen. Urs hat sich nach Grenchen-Paris und Grenchen- Nizza bereits zu einem Frankreich-Spezialisten gemausert. Ziel war das Burgund.[nbsp]

Für die Planung benützten wir die "Carte de promenade" im Massstab 1 : 100'000. Auf dem Umschlag ist auch ein Velo aufgedruckt, die eingezeichneten GF (Grand randonnée) eignen sich teilweise für richtige Biketouren, aber nicht für Radtouren mit Gepäck.

Trotzdem fanden wir viele wenig befahrene Nebenstrassen oder Wege, auf denen das Radfahren Spass machte. Ausser für die erste Nacht hatten wir die Unterkünfte nicht vorreserviert.

Teilnehmer: die gleichen wie die letzten Jahre, nämlich

Urs, Bruno, Ueli, René und Melchior

Gesamtüberblick der Route: (Uebenachtungen):

Grenchen - Goumois - Rahon - Besançon- Dole - Dijon - Beaune - Maçon - Bourg-en-Bresse - Cernon - Orgelet - Le Brassus - Vallorbe - Pontarlier - Noiraigue - Neuchâtel - Grenchen


1. Tag

Grenchen - Pierre Pertuis - Goumois - Maiche - Rahon

102 km, 5.50 Std.

Um 08.50 Uhr starten wir zu unserer dritten Radtour in Frankreich. Nach wochenlangem schlechtem Wetter ist endlich eine Wetterbesserung in Sicht. Es ist sonnig, aber mit der Bise recht frisch, so fahren wir über die Jurahöhen in Richtung Grenze. Meist auf Nebenstrassen, z.T. auf löchrigen Waldwegen erreichen wir am Mittag Goumois, wo wir noch auf Schweizerseite das Mittagessen einnehmen. Weiter über den Jura bis nach Rahon, wo ich vorsorglicherweise (Pfingstwochenende) vorher ein 5er-Zimmer reserviert hatte.

Hier bleibt uns vor allem der Tannensirup in Erinnerung, den uns die Zimmerwirtin aufstellte, als Ersatz für das fehlende Bier!! Auch preismässig wird uns diese Unterkunft in Erinnerung bleiben. Zahlten wir doch zusammen nur 134 Euro für Unterkunft, Nacht- und Morgenessen, Tischwein inbegriffen. Merci Madame Brand.


2. Tag

Rahon - Besançon (umfahren) - Aveny - Forêt de Chaux - Dole

130 km, 6 Std.

Auf der D 464 kamen wir bei wenig Verkehr gut voran. Keine grossen Steigungen, aber eine Welle nach der andern. Nach Besançon dann ein längeres Stück dem Doubs entlang. Beim Eingang des grossen Waldes Forét de Chaux fanden wir dann planmässig auch den GR 59A, der uns nach Dole führen sollte. Obwohl wir zweimal Bäche (ohne Brücke) überqueren mussten, schöpften wir noch keinen Verdacht! Aber statt in Dole kamen wir dann irgendwo im Caco draussen aus dem Wald. Peinlich!! Trotz guten Geländekarten hatten wir schon früh eine Abzweigung verpasst und waren kilometerweit in die falsche Richtung gefahren! In rasantem Tempo fuhren wir dann halt auf andern Strassen nach Dole, wo wir trotz eines Festes, das dort stattfand, rasch eine Unterkunft fanden.


3. Tag

Dole - Dijon - Gevrey-Chambertin (Weinstrasse) - Beaune

107 km, 5 Std.

Entgegen unserer Planung fahren wir nicht auf der grossen D 968, sondern fahren auf verkehrsarmen Nebenstrassen und zuletzt dem Canal de Bourgogne entlang nach Dijon. Ueli hat hier den einzigen Plattfuss der ganzen Tour.Von Dijon Richtung Beaune wollten wir eigentlich auf dem GRP fahren. Wir mussten aber rasch feststellen, das dieser Weg für Wanderer und nicht für Radfahrer geeignet ist. So fuhren wir auf der Weinstrasse - durch viel bekannte Dörfer (Weinnamen) - nach Beaune. Beeindruckend, die riesigen Flächen mit Rebstöcken, nicht nur an den Hängen, sondern bis weit in die Ebene hinaus.


4. Tag

Beaune - Chagny - Chalon sur Saône - Givry - Maçon

122 km, 5 Std.

Zuerst weiter durch bekannte Weingebiete, dann einem Kanal entlang mit vielen Schleusen nach Chalon-sur-Saône, dann weiter nach Givry. Hier beginnt der bekannte "Voie verte". Fast 60 km lang, schnurgerade zieht sich der Asphaltweg bis nach Maçon hin. Links und rechts Büsche oder Wald. Hier verkehrte früher eine Eisenbahn. Die ersten km geniesst man, später wird das Ganze dann doch etwas monoton. In rasantem Tempo kommen wir gut voran, so dass wir uns entschliessen am gleichen Tag bis Maçon zu fahren.


5. Tag

Mâcon - Bourg-en-Bresse - Jasseron - Thoirette - Cernon

106 km, 5 Std.

Bis Bourg-en-Bresse flach, auf vielbefahrener Strasse. Nachher ging es dann wieder in den Jura. Eine Steigung nach der andern, und ein Pass oder Pässchen nach dem andern. Die Schlusssteigung nach Cernon hinauf hatte es dann noch in sich. Die Sonne brannte und wir waren schon etwas auf den Felgen. Zum Glück fanden wir im einzigen Gasthof dieses kleinen Dorfes eine Unterkunft. Das Essen war dann nicht berauschend (die erwarteten Gnagis entpuppten sich Schweinefüsschen) und auch habe ich schon freundlichere Wirtsleute angetroffen.


6. Tag

Cernon - Orgelet - Ilay - Morez - Les Rousses - Le Brassus

103 km, 5.15 Std.

Auch heute wieder herrliches Wetter. Und wieder Steigung um Steigung. Herrliche Abfahrten entschädigten uns dann jedoch wieder dafür. Schon bei der Planung wussten wir, dass wir uns in Ilay entscheiden wollten, welche Route wir für den Heimweg nehmen würden. Zeitlich waren wir sehr gut daran. So entschieden wir uns für das Vallée de Joux. Bei kräftigem Gegenwind erreichten wir Le Brassus und checkten im besten Hotel des Dorfes ein.


7. Tag

Le Brassus - Vallorbe - Métabief - Lac de Saint Point - Pontarlier - Les Verrièrres - Noiraigue

96 km, 4.45 Std.

Lagebesprechung beim Morgenessen. Da wir zeitlich immer noch sehr gut dran waren, entschieden wir uns, nach Vallorbe zu fahren und dann nochmals nach Frankreich - zum Lac de Saint Pont - zu wechseln um dann via das Val de Travers heimzufahren.Bei herrlichem Wetter nehmen wir am Ufer des Lac de Saint Point - den trotz der Nähe zur Schweiz von uns noch niemand kennt - das Mittagessen ein. Im Val de Travers dann auf dem Radweg mit z.T. kräftigen Steigungen nach Noiraigue.


8. Tag

Noiraigue - Neuchâtel - Biel - Grenchen

74 km, 3.20 Std.

Wiederum bei Traumwetter die Areusschlucht hinunter, auf dem Radweg via Bôle an den Neuenburgersee und dann in z.T. horrendem Tempo (Heimweh?) durch das Seeland nach Grenchen, wo wir kurz nach 12.00 Uhr eintreffen.

Den Abend geniessen wir dann zusammen noch am Bachtelenfest, wo bereits erste Erinnerungen ausgetauscht wurden.


Zusammenfassung

Landschaft: Alles dabei, über den Jura hin und wieder zurück. Längere Flachstücke im Burgund.[nbsp]

Strassen/Wege: Ausser den Kanälen entlang und auf der Voie Verte keine signalisierten Radwege vorhanden. Mit dem vorhandenen Kartenmaterial (Massstab 1: 100'000) findet man jedoch überraschend viele Nebenstrassen mit sehr wenig Verkehr.

Unterkunft: In der Regel problemlos Unterkunft gefunden. Am 1. Tag Chambers d'hòtes (Privat) vorreserviert, sonst in Hotels übernachtet. Preise Euro 27 - 54 pro Person mit Morgenessen.

Wetter: am Anfang noch etwas frisch aber sonnig, dann immer wärmer. Nur ein kurzer Regenguss nach unserer Ankunft in Beaune, sonst immer trocken

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