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2008 Ostseeküsten-Radweg Teil 1

Flensburg - Kiel - Lübeck

3. - 12. Juli 2008


Auch dieses Jahr sind wir, Doris und Melchior, wieder mit Renata und Ueli unterwegs. Als Reiseziel haben wir uns die Ostsee ausgesucht, der Küste entlang von Flensburg nach Lübeck.


1. Tag; Anreise

Anreise mit dem Nachtzug von Grenchen nach Hamburg. Ankunft am morgen um 08.30 Uhr, Hotelbezug und dann auf in die Stadt. Ausgedehnte Hafenrundfahrt mit Kursschiffen (Fähren) und Stadtrundfahrt mit Bus. Viel interessantes gibt es hier zu sehen. Für uns vor allem die grossen Schiffe, vom Frachter, Containerschiff bis zum riesigen Kreuzfahrtschiff "Eurodam". Leider verschlechtert sich das Wetter im Laufe des Tages und es regnet in Strömen

Start in Flensburg


2. Tag

Flensburg - Bockholm - Steinberghaff

45 km, 3 Std.

Im strömenden Regen fahren wir mit den Velos zum Bahnhof. Zwei Stunden Zugfahrt nach Flensburg stehen uns bevor. Nach einer Stunde hört es auf zu regnen und bei der Ankunft in Flensburg scheint schon die Sonne. Glück gehabt! Wir besichtigen das Städtchen, besonders die Rote Strasse mit den vielen Rosenbäumen ist sehenswert. Nach dem Mittagessen, um 14.30 Uhr, geht es endlich los. Auf der gut signalisierten Route fahren wir mal durch Wald, mal durch Wiesen, mal direkt dem Meer entlang und dann wieder ein paar Kilometer im Landesinnern. In Steinberghaff finden wir ein Hotel direkt am Meer. Beim Baden im Meer dann eine böse Ueberraschung. Quallen über Quallen. Zum Glück nicht die von der giftigen Sorte, aber angenehm ist es trotzdem nicht.


3. Tag

Steinberghaff - Kappeln - Damp

60 km, 4 Std.

Heute Superwetter, erst gegen Abend ein paar Tropfen. Abwechslungsweise fahren wir direkt der Ostsee entlang und dann wieder ein paar Kilometer im Landesinnern. Dies ergibt eine interessante und abwechslungsreiche Fahrt. Unterwegs nehmen wir ein Bad bei angenehmen Wassertemperaturen von ca. 20 Grad. Ueli hat unterwegs den ersten Platten. In Kappeln bewundern wir die imposante Zugbrücke und das Wahrzeichen der Stadt, die Windmühle "Amanda". Das Ostseeküsten-Hotel in Damp entspricht nicht unserer Preisklasse, aber wir finden 2 km weiter auf einem Reiterhof eine Unterkunft.


4. Tag

Damp - Eckernförde - Kiel

73 km, 4.30 Std.

Zwischen Damp und Eckernförde machen wir einen Halt bei der Ludwigsburg und in Eckernförde besichtigen wir den Markt. Bei sonnigem und warmen Wetter fahren wir heute weniger direkt dem Meer entlang. Trotzdem essen wir zu Mittag in Surendorf direkt am Sandstrand. Kaum sind wir beim Hotel in Kiel angekommen, geht ein starker Gewitterregen nieder. Schwein gehabt! Am Abend machen wir einen Stadtbummel durch die Innenstadt von Kiel und bewundern auch die riesigen skandinavischen Fähren.


5. Tag

Kiel - Heikendorf - Hohenfelde - Oldenburg

84 km, 5 Std.

Stundenlang fahren wir heute bei sonnigem oder bewölktem Wetter praktisch alles direkt dem Meer entlang. Vergnügen pur. An einem schönen, weissen Sandstrand nehmen wir ein Bad und kühlen uns ab. Das Mittagessen nehmen wir in einer Straussenfarm ein. Was für Fleisch kommt wohl auf den Teller? Selbstverständlich etwas vom Strauss. Dann aber die traurige Nachricht. Melchior erhält per Handy von seiner Schwester die Mitteilung, dass seine Mutter gestorben ist. Am Abend beschliessen Mosers dann, deshalb bereits am Donnerstag heimzureisen, statt am Freitag. Die Tour bis Lübeck machen aber alle noch fertig. Nach einigem Suchen finden wir in Oldenburg doch noch eine Unterkunft. Das Nachtessen beim Griechen schmeckt allen.


6. Tag

Oldenburg - Grossenbrode - Fehmarnsundbrücke - Dahme

68 km, 4.30 Std.

Wetter bedeckt und um die Mittagszeit etwas Nieselregen. Ueli und Melchior verbringen zuerst eine Stunde im Bahnhof, um die vorzeitige Rückreise von Mosers zu organisieren. Gar nicht so einfach. Für die Velos findet sich einfach kein Platz in den Zügen. Wir buchen dann halt ohne Veloreservation. Letztes Jahr funktionierte es so auch. Wir machen einen Abstecher zu Fehmarnsundbrücke. Sie ist 963 m lang und verbindet das Festland mit der Insel Fehmarn. Aufgrund des verkürzten Ferien verzichten wir jedoch darauf, die Insel zu befahren. Am ausgestorbenen Strand (kühl und nass) in Grossenbude essen wir zu Mittag. Das Wetter bessert dann zum Glück wieder und erst in Dahme während der Zimmersuche schüttet es wie aus Kübeln. Dahme ist ein grosser Badeort mit hunderten von Strandkörben. Doris kann hier zum Abendessen endlich das lang ersehnte Güggeli essen!


7. Tag

Dahme - Grömitz - Neustadt - Scharbeutz

46 km, 3.15 Std.

Kurz vor der Abfahrt zieht Ueli seinen zweiten Platten ein. Zuerst reparieren und dann vor der Weiterfahrt noch Ersatzschläuche beschaffen. Ist gar nicht so einfach, aber zeitaufwändig. Heute fahren wir praktisch alles dem Meer entlang, z.T. durch FKK-Gelände, aber die Aussichten sind nicht nur schön!! Bald fängt es an zu regnen und der heftige Gegenwind macht uns auch zu schaffen. Deshalb bald eine längere Kaffeepause. Nach dem Mittagessen klart es zum Glück wieder auf. Trotzdem suchen wir rechtzeitig Unterkunft und wir übernachten erstmals auf dieser Tour privat, beim netten Ehepaar Struck in Scharbeutz. Die Zimmer sind zwar extrem klein, ab die Strucks lassen sich beim Morgenessen nicht lumpen.


8. Tag

Scharbeutz - Timmendorferstrand - Travemünde - Lübeck

37 km, 2.30 Std.

Heute fahren wir bei trockenem Wetter den bekannten Stränden der Ostsee entlang. Kilometerweit Strandkorb an Strandkorb. Meistens leer, da die Temperaturen einfach zu kühl sind. In Travemünde fahren die grossen Fähren von und nach Skandinavien ein und aus. Ein imposanter Anblick. Vor Lübeck müssen wir unsere Velos auf einen Busanhänger verladen um einen (für Velos gesperrten) Tunnel unter dem Fluss zu durchqueren. Lübeck, die Marzipanstadt, hat viele historische Gebäude und rote Backwerkbauten. Käsers beziehen hier nochmals Unterkunft und werden die Stadt am andern Tag noch näher besichtigen. Mosers machen sich aus den bekannten Gründen vorzeitig auf die Heimreise. PS: Die Heimreise klappte auch ohne reservierte Veloplätze reibungslos.

Übersicht

Gesamtdistanz: 413 km

Eine sehr empfehlenswerte Radtour, die uns allen gefallen hat. Besonders für uns Binnenländer ist es interessant, immer mit dem Meer in direkter Tuchfühlung zu sein. Die ersten zwei Tage ist die Route noch etwas coupiert, nachher mehrheitlich flach. Die Tour ist gut signalisiert und führt meistens auf Radwegen oder wenig befahrenen Strassen. Das Wetter war etwas kühl für die Jahreszeit, aber meistens trocken, ausser am Mittwoch, als es längere Zeit regnete. Unterkünfte in der Regel problemlos gefunden, in den grossen Städten wie Hamburg und Kiel entsprechende Preise. Wer weiss, vielleicht machen wir später mal den 2. Teil des Radweges von Lübeck nach Ahlbeck/Usedom.

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