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2015 Kreuzfahrt östliches Mittemeer

2. - 9. Mai 2015

Venedig - Split - Santorini - Mykonos - Dubrovnik - Ancona - Venedig


Für unsere erste Kreuzfahrt machten wir uns auf der Homepage von www.e-hoi.ch schlau. Unter dem grossen Angebot an Kreuzfahrten wählten wir das östliche Mittelmeer aus. Reisezeit anfangs Mai mit der MSC Lirica.


Unser Schiff: MSC Lirica

Baujahr: 2003

Anzahl Kabinen: 795

Anzahl Passagiere: 1'560

Besatzung: 730

Länge: 251 m, Breite: 29 m, Höhe: 54 m

unser Schiff


1. Tag

Mit einem Reisebus von l'Oiseau Bleu fuhren wir am 1. Mai um 23.30 in Bern ab. Nach einer einigermassen ruhigen Fahrt trafen wir anderntags gegen 10.00 Uhr in Venedig ein. Dort konnten wir gleich einchecken und hatten dann noch genügend Zeit mit einem Shuttle-Schiff in die Stadt zu fahren und Venedig zu besichtigen. Allerdings hatte es sehr viele Touristen, die die schmalen Gässchen verstopften. Trotzdem, Venedig ist immer eine Reise wert.

Nach 14.00 Uhr betraten wir erstmals unser Schiff. Zuerst den Schiffsplan studieren und dann unsere Kabine suchen. Wir hatten eine Aussenkabine mit Fenster im 8. Stock, Nr. 8038. Die Kabine war erstaunlich geräumig mit einem schönen Bad (WC/Dusche).

Nach der obligatorischen Rettungsübung um 17.00 Uhr dann der grosse Augenblick. Start zu unserer Kreuzfahrt. Mit drei lauten Hornstössen fuhren wir ab. Eindrücklich wie das grosse Schiff sich auf dem Kanal, quasi übergross durch die Häuser zum offenen Meer sich hin bewegte. Dies soll bald nicht mehr möglich sein, die grossen Schiffe müssen schon bald vor der Stadt anlegen, um den Wellengang zu mindern und dadurch die Erosion einzudämmen.

Vor dem Nachtessen erkundeten wir erstmals unser Schiff, was im Hinblick auf die gewaltigen Dimensionen gar nicht so einfach ist.

Zum Essen waren wir der ersten Gruppe zugeteilt, um 18.45 Uhr (zweite Gruppe 21.15 Uhr). An unserem 4-Tisch nahmen Stefan aus Buchs SG und seine Mutter Margrit aus den Flumserbergen platz. Dies sollte sich als Glücksfall erweisen, denn die Chemie stimmte zwischen uns und im Laufe der Woche machten wir diverse Ausflüge mit ihnen. Das Essen war sehr gut und der Service hervorragend.

Danach schauten wir uns im Theatersaal mit 700 Plätzen eine halbstündige Tanz-, Gesangs- und Akrobatikshow an. Darob waren wir so begeistert, dass wir jeden Abend die immer wieder andere Show besuchten.

Venedig "Goldenes Treppenhaus"


2. Tag

Gegen 07.30 Uhr legten wir am Hafen von Split an. Der Hafen ist nur ein paar Gehminuten von der Altstadt entfernt. Das imposanteste Denkmal der Stadt ist Diokletian Palast. Aber auch die breite Uferpromenade mit den vielen Palmen war ein Stadtbummel wert. Bald bemerkten wir auch, dass in Kroatien nicht Euros gefragt sind, sondern Kunas (100 Kuna = ca. Sfr. 14.--). Daher ist an einem Automaten noch Geldwechsel angesagt.

Um 18.00 Uhr fährt die MSC Lirica weiter in Richtung Griechenland.

Minigolfplatz auf Deck unser Schwimmbad Blick über Split


3. Tag

Heute sind wir den ganzen Tag auf See. Wir geniessen den Tag auf dem Oberdeck bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen. Das Sprudelbad ist rund 36 Grad warm, das Wasser im Badebecken ist aber sehr frisch! Dazwischen erkundigen wir unser Schiff, es gibt immer wieder Neues zu entdecken, z.B. ganz zuoberst eine Minigolfanlage!

Im Theatersaal ist heute Abend innerhalb der täglichen Show die Vorstellung der Crew. Gespannt sind wir, wie der Kapitän aussieht. Deshalb sind wir von seinem Auftritt dann etwas enttäuscht, er sieht fast aus wie ein Tourist, keine Mütze und fast keine Rangabzeichen! Aber das wichtigste ist ja, dass er das Schiff unfallfrei von Ort zu Ort leitet.


4. Tag

Nach dem Morgenessen gehen wir sofort auf das Oberdeck, um das Einlaufen bei der griechischen Insel Santorini nicht zu verpassen. Vom Meer aus gesehen wirkt Santorini - mit Hauptort Fira - wie weisser Zuckerguss, der ein wenig über den Rand gelaufen ist. Die grossen Schiffe können hier nicht am Hafen anlegen, sondern müssen ein paar hundert Meter vorher in der Bucht "parken". Die Passagiere werden dann mit kleineren Booten auf die Insel gebracht, was natürlich etwas Zeit kostet. In der Bucht liegt bereits ein Schiff der Costa vor Anker.

Wir entschliessen uns zu Fuss die Insel zu erklimmen. Möglich wäre das auch mit einer Luftseilbahn oder mit Eseln. Dutzende Esel warten auf Touristen und zu meiner Überraschung werden sie von den Touristen auch rege benützt. Für die Mutigen kostet der Eselritt 5 Euro (ein Weg). Als Fussgänger müssen wir gut aufpassen, um von den Eseln nicht überrannt zu werden!

Nach rund 40 Minuten sind wir oben im Dorf Fira, das aus einem Labyrinth von Gassen mit vielen Läden, Restaurants oder Cafés besteht. Alles ist in weiss gehalten, dazwischen mal eine blaue Kuppel oder blaue Fenster und Türen. Von hier aus geniessen wir auch den tollen Ausblick auf die Bucht, die Nachbarinseln und die Kreuzfahrtschiffe, die unten ankern. Inzwischen ist zur Costa und der MSC noch ein Norweger dazugestossen.

Touristen wo das Auge hinfällt und so ist es nicht verwunderlich, dass wir hier Bekannte aus Grenchen und Umgebung treffen, die mit der Costa auf grosser Fahrt sind.

Ein Apéro mit vielen, vielen Oliven gönnen wir uns hier oben bevor wir den Rückweg wieder unter die Füsse nehmen. Stefan und Margrit ziehen die Luftseilbahn vor, dies ist aber mit einer langen Wartezeit verbunden.

Um 15.15 Uhr fahren wir mit rund[nbsp]15 Minuten Verspätung in Richtung Mykonos los. Grund der Verspätung: Zuwenig Tenderboote waren im Einsatz. Das letzte Boot hätte um 14.00 Uhr bei der Insel abfahren sollen, es wurde jedoch 15.00 Uhr.

Oia auf Santorini Santorini Fira die Angst läuft mit!!


5. Tag

Heute sind wir wieder den ganzen Tag auf See. Sünnele, bädele und aperöle, einfach die Beine und die Seele baumeln lassen. Am Abend ist wieder eine tolle Vorführung im Theater, Motto: die vier Musketiere.

Blick auf Hafen Santorini Mykonos


6. Tag

Gegen 13.00 Uhr steuern wir den Hafen in Dubrovnik an. War der Himmel vorher noch bedeckt, lacht uns nun die Sonne warm an. MSC hat Busse organisiert, die uns zur Altstadt führen. Dubrovnik hat noch eine geschlossene Stadtmauer von ca. 2 km Länge, die die Altstadt umrundet. Mit Stefan und Margrit nehmen wir die steile Treppe auf die Stadtmauer in Angriff. Auf dem ganzen Rundgang hat man einen herrlichen Ausblick auf das Meer oder auf die Altstadt. Eine sehr lohnenswerte Tour (kostet 100 Kuna = ca. Sfr. 15.--).

In der Altstadt laden unzählige kleine Beizen zum Essen und Trinken ein. Ein kroatische Fleischplatte mit einem einheimischen Bier dazu[nbsp]lassen wir uns hier nicht entgehen.

Um 19.00 Uhr fährt die MSC Lirica wieder ab in Richtung Ancona.

Stadtmauer rund um Dubrovnik Sicht auf Stadt


7. Tag

Gegen 13.00 Uhr legen wir in Ancona an. Ancona hat einen grossen Industriehafen wo viele Fähren anlegen. Laufend verschwinden hier Sattelschlepper in den Bäuchen der grossen Fährschiffe.

Mit Stefan und Margrit gehen wir auf einen Stadtbummel durch die Altstadt. Zu Fuss steigen wir zur Kathedrale San Ciriaco hoch. Von hier aus hat man einen wunderschönen Panoramablick auf Ancona. Eine gemütliche Gartenbeiz in der Altstadt zu finden ist dann aber etwas schwieriger.

Das Motto im Speisesaal ist heute rot, weiss, grün, die Farben der italienischen Flagge. Der ganze Speisesaal, mitsamt dem Personal, ist in diesen Farben dekoriert. Und das Essen ist auch heute einfach wieder super!

Nach dem Unterhaltungsteil darf der Schlummertrunk in der Lirica Lounge nicht fehlen. Fast müssen wir uns beeilen um unsere Koffern bis 02.00 Uhr vor die Türe der Kabine zu stellen!

Blick auf Hafen von Ancona


8. Tag

Kurz nach 07.00 fahren wir in Venedig ein. Rechtzeitig sind wir an Deck um dieses Spektakel nicht zu verpassen. Es ist ein Top-Ereignis, wie das grosse Schiff sich quasi zwischen den Häusern fortbewegt und dann im Hafen einparkiert. Bald soll dies Geschichte sein, denn die Einfahrt wird für die grossen Schiffe verboten und sie müssen vor der Stadt anlegen.

Die Ausschiffung ist gut organisiert und so können wir gegen 10.00 Uhr unseren Bus besteigen. Inzwischen ist auch die MSC Poesia im Hafen eingetroffen und auch von hier kommen Leute auf unseren Bus. Dumm nur, dass ein Reisender seinen Koffer sucht und erst nach 1 1/2 Std. findet! Diese Warterei schlägt verständlicherweise auf die Stimmung im Bus! Um 12.00 Uhr können wir endlich abfahren, dann 30 Min. Stau in Mailand, mehrere Baustellen am Simplon mit Wartezeiten. Um 19.00 Uhr sind wir erst in Visp. Ein Blitzgedanke eines andern Reisenden lässt uns hier aussteigen, den Zug nach Bern und Biel nehmen und so sind wir um 21.15 Uhr in Grenchen. Mit dem Bus nach Bern und von dort uns den Zug nehmen, wir wären wohl erst nach 23.30 Uhr nach Hause gekommen.


Fazit

Unsere erste Kreuzfahrt war in allen Belangen ein Erfolg. Alles hat geklappt, das Wetter, das Essen und Trinken, das freundliche Personal, die Ausflüge und nicht zuletzt unsere Tischgenossen Stefan (hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen) und Margrit, mit denen wir schöne Stunden verbrachten.

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