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2002 Mosel-Radweg

Aktualisiert: 21. Okt. 2023

Frankreich/Luxemburg/Deutschland 5. - 13. August 2002


Moselschleife


Mit Doris und Markus Obertüfer aus Luzern entschliessen wir uns den Moselradweg zu machen. Mit Obertüfers haben wir schon diverse mehrtägige Wanderungen und Radtouren im In- und Ausland gemacht.

Wir fahren mit dem Zug von Basel via Strasbourg nach Metz/Woippy und übernachten dort das erste Mal. Der Radweg führt dann alles der Mosel entlang, zwischenzeitlich auf luxemburgischem Gebiet, bis nach Koblenz zur Rheinmündung.

Sicht auf Luxemburg


Eindrücke

Beschilderung: Der Radweg ist ab Thionville F (ca. 30 km nach Metz) durchgehend sehr gut beschildert. Die Wege sind vor allem in Deutschland sehr gut und meistens abseits des Autoverkehrs. Ebenfalls besteht vielerorts die Möglichkeit links oder rechts der Mosel zu radeln.

Charakteristik: Die Strecke ist grösstenteils flach mit wenigen Steigungen. Das Moseltal ist ziemlich eng und die zum Teil sehr steilen Hänge links und rechts sind mit unzähligen Weinreben bedeckt. Der Weg führt durch viele schöne und reizvolle Weindörfer, die zum Verweilen einladen um den Moselwein zu versuchen. Denn das Motto der Moselaner heisst: "Für einen Schoppen muss immer Zeit sein". Und so hielten wir uns dann auch mehr oder weniger an dieses Motto!

Unterkunft: Für die erste Nacht hatten wir ein Hotel gebucht, nachher liessen wir es auf uns zukommen. In der Regel fanden wir problemlos zwei Doppelzimmer. Einzig in Bruttig, wo ein Weinfest stattfand und wir deshalb unbedingt da übernachten wollten (warum wohl Markus?!) kurvten wir über eine Stunde herum und fanden doch nichts. Im 2 km entfernten Ernst war es dann kein Problem und wir konnten das Fest trotzdem besuchen und uns am mehr oder weniger lieblichen Wein erfreuen und den Umzug mit dem Weingott Bacchus bestaunen.

Preise für ein Doppelzimmer mit Frühstück 45 - 65 Euro (Koblenz 75 Euro).

Ausflüge: Es bestehen viele Möglichkeiten unterwegs einen Abstecher ins Hinterland oder in Seitentäler zu machen. Wir nutzten dies für einen Abstecher in die Stadt Luxemburg. Der Weg von Remich dorthin ist zwar ziemlich hügelig, Luxemburg mit seinen Festungen, Parkanlagen und der Altstadt muss man jedoch gesehen haben.

Wetter: Für eine gemütliche Radtour ist das Wetter natürlich ein wichtiger Faktor. Anfangs August waren die grossen Überschwemmungen im Osten von Deutschland und in andern Ländern; zur gleichen Zeit als wir unterwegs waren. Wir hatten jedoch Glück, im Westen war das Wetter besser, wenig Sonne, jedoch auch wenig Regen (den Tag hindurch). Einzig am 4. Tag kamen wir in einen richtigen Wolkenbruch und am letzten Tag hatten wir etwas Nieselregen (Regenschutz an, Regenschutz ab .......).

Radtourenbuch: Auch für diese Tour kann das bikeline-Radtourenbuch "Mosel-Radweg" aus dem Verlag Esterbauer sehr empfohlen werden. Nicht nur die Route ist detailliert beschrieben, sondern auch viele Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und Ausflüge sind darin enthalten.

Verschiedenes: Wir nahmen es gemütlich und so war es auch gedacht. Am Mittag je nach Lust und Laune Picknick oder etwas Leckeres in einer gemütlichen Weinbeiz. Abends dann etwas Gediegeners aus der Deutschen Küche (die ist gar nicht so schlecht wie ihr Ruf!).

In Koblenz kamen wir am Sonntagnachmittag an und wollten am Montag mit dem Zug zurück. Da wir nicht reserviert hatten ging dies nicht (kein Platz für unsere Räder). So traten wir erst am Dienstagmorgen den Heimweg an und hatten dann noch ein spezielles Erlebnis am Bahnhof. Wir waren rechtzeitig da, standen am richtigen Ort wo der Wagen für die Velos halten sollte. Der Zug fuhr mit ein paar Minuten Verspätung ein und der Lokführer streckte seinen Kopf aus dem Fenster bevor der Zug hielt und rief uns zu wir sollten in den hintersten Wagen. Ungläubig schauten wir auf den (leeren) Gepäckwagen direkt vor uns und konnten seinen Worten nicht glauben. Der Lokführer stieg aus und schrie uns laut an (fast wäre er noch handgreiflich geworden!), wir sollten in den hintersten Wagen. Er liess nicht mit sich reden warum und so rasten wir mit den Velos bis zum hintersten Wagen, den wir knapp vor Abfahrt noch erreichten. Weit und breit kein Gepäckabteil, wir pferchten die Velos in die zum Glück fast leeren Erstklasswagen-Abteile. So konnten wir und unsere Velos die Heimreise wenigstens (ohne Zuschlag) erstklassig verbringen.

PS: Sollte der erwähnte Lokführer zufällig mal diese Zeilen lesen: Mich nähme immer noch Wunder warum er uns so herumgehetzt hat!


Zusammenfassung

Der Mosel-Radweg ist eine empfehlenswerte und von der Landschaft her eindrückliche Radtour. Da grösstenteils flach und gut ausgeschildert, kann sie von jedermann befahren werden (z.B. auch mit Kindern).

Mit Doris und Markus verbrachten wir wieder schöne Tage und: was folgt als nächstes?? (Vorschläge sind bereits vorhanden!)

Am Deutschen Eck in Koblenz

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