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2011 Inn-Radweg

Inn - Donau / Landeck - Passau

6. - 16. Juli 2011


Wasserburg


Dieses Jahr starten wir in Österreich und beenden die Tour in Deutschland. Zum siebten mal dabei Renata und Ueli Käser sowie meine Frau Doris und ich.


1. Tag; Landeck - Telfs

Landeck - Telfs

53 km, 3.20 Std.

Mit dem Zug fahren wir via Zürich und Bregenz nach Landeck, wo wir gegen Mittag eintreffen. Bei heissem Wetter fahren wir dem Inn entlang und kühlen unsere Füsse unterwegs im Inn-Wasser ab. Es hat einige Steigungen, dafür auch schöne Abfahrten. In Telfs hat Renata von zu Hause bereits Zimmer reserviert, so dass wir es gemütlich nehmen können.

2. Tag

Telfs - Innsbruck - Schwaz

64 km, 3.30 Std.

Auch heute wieder warmes Velowetter und eine flache Strecke. In Innsbruck bewundern wir einmal mehr das Goldene Dacherl und die schön geschmückten Häuser in der Innenstadt.

In Wattens nehmen wir uns Zeit um die Swarovski Ausstellung "Kristallwelten" zu besuchen. Diese unterirdische Ausstellung fasziniert durch Kristallfiguren und unterhaltsame Lichteffekte.

In Schwaz checken wir uns in die etwas am Hang gelegene Pension Clara ein.

3. Tag

Schwaz - Jenbach - Achensee - Pertisau

19 km, 1.40 Std.

Am Morgen leichter Nieselregen und die Berge sind verhängt. Wir entschliessen uns, zuerst das nahgelegene Silberbergwerk Schwaz zu besuchen. Vor rund 500 Jahren bauten hier über 10'000 Arbeiter unter kaum menschenwürdigen Arbeitsbedingungen Silber und Kupfer ab. Mit einem ratternden Bähnli fahren wir 800 m in den Berg hinein. Bei einem Rundgang erklärt uns der Führer anhand von Beispielen die verschiedenen Arbeitsabläufe. Sehr beeindruckend!!

Nach der Besichtigung zeigt sich das Wetter wieder von seiner besten Seite und wir beschliessen, einen Abstecher an den Achensee zu machen. Doris und Renata nehmen in Jenbach das Dampfzügli, während Ueli und ich die steile Strecke unter die Räder nehmen. Es ist eine wunderschöne Gegend im Karwendelgebiet. Gegen Abend gibt es dann noch etwas Regen.

4. Tag

Pertisau - Rattenberg - Wörgl - Kufstein

61 km, 3.30 Std.

Heute wieder ein heisser Tag, bis 32 Grad. Zuerst eine rasante Abfahrt ins Tal und dann weiter auf der Inn-Route. In Rattenberg - der kleinsten und schönsten Stadt in Österreich - machen wir einen Zwischenhalt und bewundern die schönen, guterhaltenen Häuser.

Von Kufstein sieht man schon von weitem die markante Festung. Dort findet am Abend ein Konzert statt. Und wir beobachten beim Nachtessen die vielen, eintreffenden Konzertbesucher. Den Schlummertrunk nehmen wir in einer idyllisch am Inn gelegenen Bar ein.


5. Tag

Kufstein - Neubeuern - Rosenheim

42 km, 2.30 Std.

Kaum zu glauben, wir verschlafen uns um eine Stunden im 4-Bettzimmer!! Trotzdem machen wir noch eine Besichtigung der imposanten Festung Kufstein.

Wir fahren nun zum Teil in Österreich und zum Teil in Deutschland. Oft auf unbefestigten Wegen oder auf dem Damm. Das Städtchen Neubeuern wurde schon zweimal zum schönsten Dorf von Deutschland gewählt. Angesichts des schöne Dorfbildes können wir dies gut verstehen.

Kurz vor Rosenheim geraten wir in ein starkes Gewitter. Wir können uns gerade noch in ein leeres Festzelt retten. Gleich daneben, im Clubhaus der Stockschützen warten wir bei einem Getränk den kurzen Regenguss ab und reservieren telefonisch gleich noch Zimmer in einer Pension in Rosenheim.

Beim Stadtbummel vor dem Nachtessen wird es immer dunkler und ein schweres Gewitter mit starken Sturmböen fegt durch die Stadt.


6. Tag

Rosenheim - Wasserburg - Gars

56 km, 3.45 Std.

Heute ist bei wiederum sonnigem und heissem Wetter die Königsetappe. Es hat viele Aufstiege und ebenso viele schöne Abfahrten. Ein einmaliges Stadtbild gibt es in Wasserburg zu bestaunen, das an einer Innschleife gelegen ist. Hier machen wir Mittagsrast.

Ein paar km vor Gars sticht uns an einem Waldrand ein Plakat in die Augen; Pension mit Schwimmbad-Benützung. Gerade recht für uns bei diesen heissen Temperaturen, deshalb nichts wie los.

Wir haben Glück, die Zimmer sind noch frei. Die Pension wird vom Ehepaar Ebner geführt. Daneben haben sie eine Fischzucht, Enten, Hühner und noch ein paar andere gefiederte Gesellen. Mit den Grosskindern können wir uns im Swimmingpool austoben und abkühlen.

Frau Ebner - obwohl gesundheitlich etwas angeschlagen - bietet uns an, für uns zum Nachtessen Forellen zu kochen. Eine tolle Idee. Ueli hilft in der Küche tatkräftig mit - gelernt ist gelernt! Zwei Lachsforellen und zwei Regenbogenforellen - je etwa 400 g - landen so auf unseren Tellern. Ein Festschmaus, ein herzliches Dankeschön an die Familie Ebner.

7. Tag

Gars - Mühldorf - Marktl

65 km, 4.15 Std.

Gut gestärkt vom Abendessen vom Vorabend und vom reichhaltigen Morgenbuffet verabschieden wir uns von Ebners. Heute ist es wieder gegen 30 Grad heiss und wir sind froh, dass es nur noch vereinzelte Steigungen hat und ein Teil des Radweges im Wald verläuft. Am Nachmittag kühlen wir uns in einem Badesee ab. Renata reserviert hier telefonisch in Marktl zwei Zimmer, so dass wir uns nicht beeilen müssen.

Marktl ist die Geburtsstadt von Pabst Benedikt XVI. Hier wurde er getauft und verbrachte die zwei ersten Lebensjahre. Unsere Unterkunft im Gasthof Altenbucher ist nicht gerade Spitze. Die Zimmer sind zwar sauber, aber zum Nachtessen in der muffigen Gaststube, wie von der Wirtin nachdrücklich gewünscht, mochten wir doch nicht hier bleiben. In einer Pizzeria etwas ausserhalb des Dorfes haben wir dann sehr gut gegessen.


8. Tag

Marktl - Burghausen - Braunau

37 km, 2.30 Std.

Da wir zeitlich gut dran sind, beschliessen wir, uns etwas vom Innradweg zu entfernen und via Burghausen nach Braunau zu fahren. Burghausen rühmt sich, die längste Burganlage Europas zu haben, 1,1 km lang. Die Besichtigung der Anlage und des schönen Städtchens ist deshalb für uns Ehrensache.

Nach dem Mittagessen sind wieder ein paar Steigungen zu bewältigen. Bei einem Aussichtspunkt sieht man den Zusammenfluss der Salzach mit dem Inn.

Braunau ist ein schönes Städtchen, mit einem intakten Stadtbild. Mittendrin finden wir Zimmer im Hotel Gann. Unsere Velos können wir im Speisesaal parken! Bei einem heftigen Wärmegewitter nehmen wir den Apero unter einem grossen Sonnenschirm ein. Den Schlummertrunk genehmigen wir uns mit zwei Kölner Veloburschen, die wir unterwegs schon mehrmals angetroffen haben und auch in Passau zufällig wieder antreffen werden.


9. Tag

Braunau - Obernberg - Schärding

54 km, 3.45 Std.

Das Klima hat sich markant verändert. Statt 30 Grad wie an den Vortagen ist es heute mit ca. 18 Grad relativ kühl. Zum Glück bleibt es aber trocken. Heute fahren wir viel auf Naturstrassen und z.T. auf dem Inndamm. Unterwegs durchqueren wir ein Gebiet, das vor ein paar Tagen so richtig verhagelt wurde.

In Obernberg besichtigen wir den Marktplatz = einer der schönsten Barockplätze Österreichs und in Reichersberg das Stift, ein grosses und gepflegtes Bauwerk mit Innenhof.

Kurz vor Schärding noch Fototime unter einer imposanten 1'000-jährigen Linde. Schärding imponiert ähnlich wie Braunau mit einem wunderschönen Stadtbild. Im Braustüberl geniessen wir Backhähnchen (wir hatten eigentlich Brathähnchen erwartet!), es war trotzdem nicht schlecht.

1'000jährige Linde bei Schärding


10. Tag

Schärding - Passau

19 km, 1.30 Std.

Heute kurze Schlussetappe. Zuerst besichtigen wir noch den Schlosspark, wo über das Wochenende ein Fest stattfinden soll. Wir entscheiden uns, auf dem linken (deutschen) Ufer nach Passau zu fahren. Die Route ist grösstenteils im Wald und ein paar kleine Steigungen sind auch zu bewältigen.

Gegen 12.30 Uhr fahren wir in Passau ein und halten Fototime an der Spitze, wo Donau und Inn zusammen fliessen. Wir haben es geschafft!

Im Dom-Café treffen wir zum letzten Mal die zwei Kölner Burschen. Zimmer beziehen wir direkt beim Bahnhof im Hotel Deutscher Kaiser. Doris und ich übernachteten 1994 schon mal hier bei der Passau - Wien Tour.

Wir besichtigen noch die Stadt und die Veste Oberhaus, von wo man eine herrliche Aussicht über Passau hat.

Am andern Tag Heimreise mit der Bahn über München, Bregenz und Zürich nach Grenchen, wo wir gegen Abend zufrieden und wohlbehalten ankommen.

Übersicht

Gesamtdistanz: 470 km

Landschaftlich ähnlich wie in der Schweiz. Vor allem in der ersten Hälfte immer in der Nähe der Autobahn mit ihrem störenden Lärm.

Gut ausgebaute und signalisierte Radwege, teils asphaltiert, teils Naturstrasse.

Wir hatten Wetterglück, nur zweimal kurz Regen während des Tages.

Unsere Highlights: Besichtigung Swarovski Kristallwelten in Wattens und der Silbermine in Schwaz. Fahrt zum Achensee im Karwendelgebiet und natürlich die Übernachtung in Gars mit Forellenschmaus.

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