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2017 Elbe-Radweg


10. - 19. Juli 2017


Teilnehmer: Renata und Ueli Käser, Doris und Melchior Moser. Erst nachträglich bemerken wir, dass wir ein Jubiläum haben - die 10. Velotour von Käsers und Mosers zusammen.


1. Tag, Montag, 10. Juli 2017

Mit der Bahn: Grenchen Süd – Zürich – München – Hof - Dresden


Um 07.26 Uhr fahren wir in Grenchen Süd ab. In Zürich, München und Hof steigen wir um und treffen um 21.09 Uhr in Dresden ein. Wir haben zwei Nächte im Hotel Intercity gebucht, das direkt neben dem Bahnhof liegt. Im Japan-Restaurant neben Hotel essen wir Sushi.

Oper Dresden Frauenkirche Blick von oben


2. Tag, Dienstag, 11. Juli 2017

Schöna – Bad Schandau – Königstein - Dresden

Distanz: 62 km


Mit der Bahn fahren wir in 45 Min. nach Schöna, an der deutsch-tschechischen Grenze. Kaum fahren wir los, setzt starker Regen ein. Auf dem Marktplatz in Bad Schandau beschliessen wir, hier eine Kaffeepause einzulegen. Nachher ist das Wetter besser. Mit der Fähre fahren wir auf die andere Seite nach Königsstein. Mit altem Doppelstockbus und Bähnli fahren zur Festung Königstein. Zu Fuss umrunden wir die imposante Festung und verpflegen uns auf der Aussichtsterrasse. In Rathen setzen wir mit der Fähre wieder auf die andere Flussseite über, um die bizarren Sandsteinfelsen oberhalb des Ortes zu besuchen. Ein starker Gewitterregen zwingt uns in einem Hotelhintereingang Schutz zu suchen. Übung abgebrochen, mit Fähre wieder zurück und bei schönem Wetter die restlichen 35 km nach Dresden gefahren.

Festung Königsstein Radweg Schönau-Bad Schandau nass bei Einfahrt Meissen


3. Tag, Mittwoch 12. Juli 2017

Dresden - Meissen

Distanz: 32 km


Am Morgen besichtigen die Sehenswürdigkeiten von Dresden und steigen auf die Kuppel der Frauenkirche – 67 m hoch - von wo aus man einen guten Blick über Dresden und die Elbe hat. Um 12.00 Uhr fahren wir bei schönem Wetter los. Schon bald nach dem Mittagessen beginnt es stark zu regnen und bis Meissen ist es richtig nass. Unsere Unterkunft ist etwas ausserhalb, direkt bei der Porzellan Manufaktur. Wir haben Glück, wir können hier um 17.00 Uhr gerade noch die letzte Führung buchen und anschliessend das Porzellan-Museum mit Verkaufsladen besuchen. Nach dem Nachtessen auf dem Marktplatz steigen wir – nun wieder bei trockenem Wetter - zur Albrechtsburg und zum Dom Meissen hinauf und geniessen die Aussicht über die Stadt.


4. Tag, Donnerstag, 13. Juli 2017

Meissen – Riesa - Mühlberg

Distanz: 53 km


Bei starkem Gegenwind fahren wir alles direkt der dem rechten Ufer Elbe entlang. In Riesa nehmen wir die Fähre und suchen in der Fussgängerzone die Sonne um Kaffee und Kuchen zu geniessen. Die Stadt reisst uns nicht gerade vom Hocker, was uns auch ein einheimischer gesprächiger älterer Radfahrer bestätigt. In Strehla setzen wir mit der Fähre wieder auf die rechte Seite über und fahren nach Mühlberg. Hier sind die Strassen noch alle aus Bsetzistein, die Häuser sind gut zurechtgemacht, ein altes fast verfallenes Schloss, alles sauber und vor allem kein Mensch auf der Strasse! Eine richtige Geisterstadt!

Porzellan in Meissen Selfie unterwegs!!! eine der vielen Fähren


5. Tag, Freitag, 14. Juli 2017

Mühlberg – Belgern – Torgau - Sachau

Distanz: 68 km

In Belgern bestaunen wir die 6 m hohe Roland-Statue beim Rathaus. Wir fahren dann falsch Weg und irren rund eine halbe Stunde im Wald der Dahlener Heide herum. Irgendmal kommen wir wieder auf den richtigen Weg und besuchen in Wessnig die erste Radfahrerkirche Deutschlands. Kurz vor 12.00 Uhr fahren wir in Torgau auf den Schlosshof. Bekannte von Käsers – Susanne und Helene – machen hier Halt auf einer Busreise, um ein Konzert zu besuchen. Wir treffen beide hier und beschliessen ebenfalls das einstündigen Konzert der Musik-Akademie junger Leute zu geniessen. Eine gute Sache. Nachher Mittagessen mit Susanne und Helen auf dem Marktplatz.

In Dommitzsch suchen wir Zimmer finden aber nichts. Auf Plakaten haben wir vorher Zimmer „Zur Müllerin“ in Sachau gesehen, Doris telefoniert und reserviert dort Zimmer im rund 10 km entfernten Sachau.

Die Pension ist sauber und die Müllerin erzählt uns ihre Geschichte, wie ihr Mann die Pension aufgebaut hat, vor 10 Monaten aber an Krebs gestorben ist, und, und, und …!

Die Küchengehilfin gibt uns einen Tipp für die Übernachtung in Wittenberg und Doris reserviert telefonisch Zimmer beim Ruderklub.

Lutherstadt Wittenberg lustiger Wirt in Kreinitz Torgau


6. Tag, Samstag, 15. Juli 2017

Sachau – Pretzsch – Lutherstadt Wittenberg

Distanz: 41 km


In Sachau fahren wir falsch weg und auf Graswegen geht es durch die Elbe-Auen (nicht zur Freude unserer Frauen!) Unterwegs scheuchen wir eine Schar Gänse auf. Bald finden wir aber den Ausweg über den Damm und sind wieder auf der richtigen Spur, in Presitz bei der Schifferkirche. Dann oft auf oft auf Landstrassen, weit abseits der Elbe, nicht gerade ein Hit. Nach Elster dann auf schmalem Asphaltband durch Wiesen, teils auf dem Damm und wieder in der Nähe der Elbe. Wittenberg feiert dieses Jahr 500 Jahre Martin Luther und es sind viele Aktivitäten im Gang. Wir beschränken uns aber auf einen Stadtrundgang. Im Ruderklubhaus haben wir sehr günstige Zimmer, was uns der Vermieter aber verschwiegen hat ist, dass im Garten eine Party mit jungen Leuten stattfindet und …bummm, bummm, bummm … bis in die frühen Morgenstunden! Na ja!!

"Ausfahrt" ins Grüne Burgtor im Wald vor Dessau Rathaus Schönebeck


7. Tag, Sonntag, 16. Juli 2017

Wittenberg – Coswig – Dessau - Aken

Distanz: 65 km


In Coswig fahren wir ins Städtchen, ist jedoch nichts besonderes, dann mit einer Fähre auf die andere Seite dem Wörlitzersee entlang, wo sich auf über 100 ha ein grosser Park befindet. Wir fahren jedoch ins Zentrum und essen dort. Nach Vockerode durch ein grosses Waldstück, z.T. auf dem Damm. In Dessau suchen wir das Zentrum, jedoch nichts Besonderes. In Grosskühnau finden wir keine Zimmer und wir beschliessen rund 10 km bis nach Aken zu fahren. Zuerst auf dem Damm, dann auf schönem Weg durch Wald und zuletzt 6 km auf dem Radstreifen der Hauptstrasse entlang. In der Pension „Alte Post“ finden wir Unterkunft und die Inhaberin gibt uns den Tipp fürs Nachtessen. War ein guter Tipp!

km-lang doppelspurig durch Wald Gradiertenwerk Bad Salzelmen Elbelandschaft


8. Tag, Montag, 17. Juli 2017

Aken - Schönebeck

Distanz: 60 km


Die Fähre in Aken ist wegen Bauarbeiten ausser Betrieb, deshalb Umleitung. Zuerst auf dem Damm, dann auf Umweg der Hauptstrasse entlang nach Breitenhagen zur Fähre. Komische Umleitung!! Barby lassen wir links liegen und fahren durch ein langes Waldstück auf Doppelspurwegen. Überall sind entwurzelte oder abgeknickte Bäume zu sehen . Die Wirtin beim Mittagessen erzählt uns, dass vor 10 Tagen Sturmtief Paul durchgezogen ist und innert Minuten solche Verwüstungen angerichtet hat, inkl. Dächer abgedeckt. Auf einem Damm fahren wir weiter nach Schönebeck. Vor dem Nachtessen Stadtbummel und Apero an der Elbe.


9. Tag, Dienstag, 18. Juli 2017

Schönebeck - Magdeburg

Distanz: 25 km


Wir fahren mit dem Velo 2 km nach Bad Salzelmen zum Gradierwerk. Das Gradierwerk war früher eine Anlage zur Salzgewinnung. Ein Holzgerüst mit Schwarzdornbündeln. Heute dient es zum Inhalieren und soll gut tun für die Atemwege. Ein Salz-Wassergemisch berieselt von oben die Schwarzdornbüschel und der Sprühnebel wird dann eingeatmet. Interessant. Führungen sind leider erst am Nachmittag und so besichtigen wir das Ganze von aussen. Die Weiterfahrt nach Magdeburg ist etwas holprig, das oft auf dem Damm mit Bsetzisteinen. Kurz vor Magdeburg fahren wir durch den Elbauenpark - ein Rehbock und eine Rehgeiss rennen im Liebestaumel um eine Tanne – und vom Albinmüller-Turm aus haben wir einen ersten Überblick über Magdeburg.

Nach dem Zimmerbezug kleines Mittagessen und eine stündige Stadtrundfahrt auf einem Doppeldecker. Wir gehen zu Fuss zum Hundertwasserhaus und oh Glück um 17.00 Uhr findet noch eine Führung statt. Der Führer weiss viel zu erzählen über die „Grüne Zitadelle“ und wir können sogar eine Musterwohnung besichtigen.

Nachtessen bei herrlichem Sonnenschein auf dem Ulrichsplatz. Die Selbstbedienung mit der Karte ist wohl eher etwas für junge Leute, denn wir haben ein richtiges Puff!!

Magdeburg Hunderwasserhaus


10. Tag, Mittwoch 19. Juli 2017


Morgenessen auf dem Marktplatz, dann mit dem Velo zum Bahnhof. Ein Teil des Bahnhofvorplatzes ist von der Polizei abgesperrt, da herrenloses Gepäck auf dem Vorplatz steht. Dies zwingt alle ihre Velos Kinderwagen usw. die Stiege hinunter und hinauf zu tragen, etwas mühsam.

Nach umsteigen in Uelzen (Bahnhof im Hunderwasserstil) kommen wir um 14.00 Uhr in Hamburg an.

Wir fahren mit dem Velo zur Elbphilharmonie und können ohne Wartezeit mit der langen, gewölbten Rolltreppe zur Plaza hochfahren. Von hier aus kann man rundherumlaufen (wegen Fensterputzarbeiten war dies aber nicht möglich) und einen Blick auf den Hafen und Hamburg werfen. Ein eindrückliches Gebäude. Dann mit dem Velo zu den Landungsbrücken und auf der Terrasse des Rest. Bockbräu finden wir einen Tisch in der ersten Reihe mit Blick auf Hafen und lassen bei Bier und Backfisch unsere Ferien ausklingen.

Um 19.46 Uhr fährt unser Zug ab, ab Bremen haben wir unser 6-er Abteil für uns, später kommt noch eine Dame bis Osnabrück. Schlafen ist schwierig, da kein Liegewagen und die Schaffner-Lautsprecher-Durchsagen ständig nerven. Mit wenig Verspätung kommen wir in Basel an, es reicht gerade für unseren Zug und um 08.00 Uhr kommen wir etwas gerädert aber gesund von unserer Velotour in Grenchen Nord an.


Nachtessen in Magdeburg


Übersicht

Gesamtdistanz: 406 km


Rückblick: Landschaftlich und städtebaulich haben wir sicher schon schönere Touren erlebt. Der Weg war sehr gut signalisiert mit verschiedenen Varianten. Wegqualität gut mit Abstrichen der holprigen Bsetzisteinpassagen, vor allem in den Dörfern. Unterkunft fanden wir praktisch problemlos und Essen und Trinken wie immer in Deutschland gut und reichlich.

Regen unterwegs hatten wir nur am Dienstagvormittag und am Mittwochnachmittag. Sonst trocken aber bis auf die letzten Tage etwas kühl. Viel Gegenwind.

Elphiharmonie Hamburg Hafen

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