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2020 Tour de Suisse

Tour de Suisse 8. – 14. Juni 2020

Grenchen - Langnau i.E. - Entlebuch - Wolhusen - Reussbühl - Lenzburg - Frick - Frauenfeld - St. Gallen - Schwellbrunn - Wattwil - Ricken - Mönchaltorf - Baden - Aarburg - Grenchen


Die diesjährige Tour organisierte ich. Sie hätte eigentlich durch Süddeutschland führen sollen, von Heidelberg über Tauberbischofsheim nach Füssen und dann an den Bodensee. Das Coronavirus vereitelte diesen Plan und so stellte ich eine Ersatztour in der Schweiz zusammen. Alles auf nationalen oder regionalen Velorouten.

Die Teilnehmer wie immer: Urs Haas, Bruno Stihl, Ueli Käser, René Schmied und ich, Melchior Moser. Alle inzwischen zwischen 69 und 74 Jahre al


1. Tag, Montag, 8. Juni 2020

Grenchen – Solothurn – Burgdorf – Langnau i.E. – Entlebuch - Wolhusen

Distanz: 102 km / 5.30 Std.

Wir treffen uns am Bahnhof Süd, auch René, der von zuhause mit dem Velo gekommen ist und schon 82 km auf dem Tacho hat. Verrückter Kerl!! Bei kühlem Wetter geht’s ab Derendingen der Emme entlang, meist auf Naturstrassen. Ab Kirchberg fahren wir auf der Route 24, Biel – Luzern. Alles ist gut signalisiert. Im Entlebuch wird es etwas ruppiger, nach der langen Abfahrt von Eschholzmatt nach Schüpfheim auf einem Radweg der Hauptstrasse entlang, folgen mehrere zum Teil starke Steigungen.

Am Abend beginnt es zu regnen, wir machen aber einen Gang ins Dorf, um zu essen (unser Rest. hat geschlossen) und für den Schlummertrunk finden wir schliesslich auch noch ein Lokal.


2. Tag, Dienstag, 9. Juni 2020

Wolhusen – Reussbühl – Hochdorf – Lenzburg – Brugg – Bözberg - Frick

Distanz: 105 km / 5.30 Std.

Bei der Abfahrt regnet es in Strömen. Bis Reussbühl geht es meist auf einem Radweg oder Radstreifen der Hauptstrasse entlang. Nicht gerade angenehm! In Emmen verpassen wir den Einstieg in die Seetal-Bözberg-Route 56, aber nach einigem Suchen sind wir wieder dabei (dem App SchweizMobil und René sei Dank). Oberhalb des Flugplatzes Emmen hat es einige Steigungen, danach wenig Steigungen bis Brugg. Beim Baldeggersee können wir uns endlich des Regenschutzes entledigen. Dem Hallwilersee entlang sind die Naturstrassen aufgeweicht und dreckig.

Nach Brugg fahren wir auf angenehmer Steigung auf den Bözberg, danach rassige Abfahrt nach Frick. Unterwegs bestaunen wir die riesige Linner-Linde.

Wir essen gut im Restaurant unseres Hotels und schliessen den Abend mit einer kleinen Dorfbesichtigung mit Schlummertrunk ab.


3. Tag, Mittwoch, 10 Juni 2020

Frick – Stein AG - Zurzach – Eglisau – Tössegg – Ellikon a.Rh. - Frauenfeld

Distanz: 104 km / 5.15 Std.

Ab Eiken fahren wir auf dem Rheinradweg und treffen in Laufenburg erstmals auf den Rhein. Der Radweg ist schön zu fahren, allerdings hat es etwas viele Hunde (mit ihren Besitzern) unterwegs! Beim Rest. Tössegg mündet die Töss in den Rhein. Ab Ellikon sind wir auf der Thur-Route unterwegs. Wir staunen, wieviel Wasser die Thur führt, in ihrem Einzugsgebiet muss es wohl sehr stark geregnet haben.

In Frauenfeld finden wir beim Bahnhof rasch ein Hotel, nicht zu früh, dann beginnt es stark zu regnen. Das hindert uns jedoch nicht daran, vor dem Nachtessen einen kleinen Stadtrundgang zu machen.


4. Tag, Donnerstag, 11. Juni 2020

Frauenfeld – Bischofszell – Gossau – St. Gallen – Herisau - Schwellbrunn

Distanz: 78 km, (aber 1'111 Höhenmeter) / 5 Std.

Es hat sich abgezeichnet, Urs fährt mit der Bahn nach Hause. Schon am Dienstag klagte er über Schmerzen an den Achillesehnen. So hat es keinen Sinn mehr. Gute Besserung Urs.

Bis Bischofszell alles flach, mehrheitlich auf Naturstrassen. Hier beschliesst Melchior – entgegen dem Plan – die Route 26 nach St. Gallen zu nehmen. Schlechter Entscheid, vor Gossau verfahren wir uns, der Spürsinn von René bringt uns bald wieder auf die richtige Spur. Aber wir kommen von der falschen Seite nach St. Gallen hinein. So fahren wir nicht in die City, sondern nur bis zum Güterbahnhof, wo wir eine alternative Beiz für das Mittagessen finden. Die junge Frau macht alles, Bestellung aufnehmen, Getränke rausgeben, kochen, servieren, einkassieren usw. So dauert es halt ein bisschen länger, bis wir gefuttert haben. Aber speziell war es!

Wir fahren nun auf der Obstgartenroute 75, zuerst wieder etwas zurück, nochmals über die imposante Brücke über das Sittertobel, dann am Gübsensee vorbei und kurzer Anstieg nach Herisau. Hier kurze Stadtbesichtigung, eine Frau schnappt unsere Frage ob Inner- oder Ausserrhoden auf und sagt Ausserrhoden. Besten Dank für die Info.

Der Aufstieg nach Schwellbrunn ist happig, es hat aber immer wieder flachere Stellen dazwischen. Im Dorf finden wir kein Zimmer, das Fernsehen habe Zimmer gemietet sagt ein Hotelier. Wir werden aber an das Gasthaus Hirschen verwiesen, das noch einige Höhenmeter oberhalb des Dorfes liegt, zum Glück auf unserer Route. Bei den netten zwei Wirtsdamen quartieren wir uns ein.

Im Restaurant essen ein paar Leute von SRF, darunter auch Viola Tami, da wir sie nur von hinten sehen erkennen wir sie jedoch nicht. Na ja, macht nichts. Mit einem tollen Coupe Romanoff beschliessen wir den Abend.


5. Tag, Freitag, 12. Juni 2020

Schwellbrunn – Hemberg – Wattwil – Ricken – Goldingen – Wald – Rüti ZH - Mönchaltorf

Distanz: 73 km / 4.15 Std.

Weiter auf der Route 75 Abfahrt nach Schönengrund, nach einem weiteren Anstieg Abfahrt nach Schwarzenbrugg und rund 200 Hm Aufstieg nach Hemberg. Dann Richtung Wattwil mit einer rassigen, steilen Abfahrt. Auf einer Nebenstrasse erreichen wir Ricken und noch weiter oben Oberricken. Hier wird die eine Hälfte der Strasse neu asphaltiert und es braucht kräftige Rufe der Bauarbeiter, damit nicht zwei von uns darauf ihre Spuren hinterlassen!!

Ab hier bis Goldingen gibt es weitere kräftige Anstiege. Obwohl der Zürichsee bereits in Sichtweite ist zieht es uns einfach hinauf!! Vorbei am Skigebiet Atzmännig nach Hintergoldingen, wo wir Mittagsrast machen, ist etwas wartsaalartig!

Wir fahren nun auf der Zürich-Oberland Route 86 über Wald nach Rüti und in Tann kehren wir bei Melchiors Tochter Renate kurz ein, zu Wasser und Kuchen. Coupiert geht’s weiter über Wetzikon nach Mönchaltorf wo wir gleich Unterkunft finden. Der Wirt und die polnische Serviertochter sind nette und gesprächige Leute…..!


6. Tag, Samstag, 13. Juni 2020

Mönchaltorf – Greifensee – Glattbrugg – Baden – Lenzburg – Suhr - Aarburg

Distanz: 97 km / 5 Std.

Dem Greifensee entlang und dann auf der Glatt-Route der Glatt entlang. Das Gebiet wird nun städtischer, an Leutschenbach und dann am Flughafen Kloten vorbei. In Baden verlieren wir für einen Moment Bruno, aber Handy sei Dank, wir können ihn rasch orten! René ist in seiner engeren Heimat im Element und führt uns zielgerichtet zum Mittagessen nach Büblikon. Hier beschliessen wir, in Aarburg unsere letzte Nacht zu verbringen und reservieren das Zimmer. In Lenzburg kreuzen wir auf unserer Route 34 unsere Route vom Dienstag. In Suhr verabschiedet sich René, nicht ohne uns noch einen Drink zu offerieren. Zu Dritt fahren wir weiter und treffen rechtzeitig in Aarburg ein, wo es wenig später zu regnen und zu stürmen beginnt.


7. Tag, Sonntag,14. Juni 2020

Aarburg – Aarwangen – Wangen a.A. – Solothurn - Grenchen

Distanz: 58 km / 3 Std.

Nach einigem Suchen finden wir den Einstieg zur Route 34. Es geht zuerst bis nach Murgenthal fast alles auf einem Radweg entlang der Hauptstrasse, nicht gerade ein Hit. Nachher ist es auf Nebenstrassen interessanter. Kurz vor Aarwangen einen Platten bei mir. Bin ein paar km vorher über Glasscherben gefahren…! Die Reparatur gelingt (auch ohne Hauptmech Urs!) durch Mithilfe von Allen ohne Probleme. Ab Berken fahren wir auf der Hauptroute 5/8 zügig heimwärts und um 12.00 Uhr bin ich zuhause (diejenigen, die etwas weiter oben wohnen etwas später, selber schuld!).


Übersicht

Gesamtdistanz: 617 km / 33 1/2 Std.


Rückblick

Wegen Corona konnten wir unsere geplante Tour in Deutschland nicht machen. Melchior organisierte eine Ersatztour in der Schweiz. Alles auf nationalen oder regionalen Velorouten, www.schweizmobil.ch unter Velorouten, nationale oder regionale Routen.

Die Signalisation war gut, nur wenig verfahren, die Wegqualität den Hauptstrassen entlang, auf Neben- und Naturstrassen und -wegen war vielfältig. Aber es läpperten sich auch ein paar tausend Höhenmeter zusammen.

Der Wetterbericht war vorgängig sauschlecht. Regen hatten wir dann unterwegs nur gut 2 Stunden am Dienstag von Wolhusen bis an den Baldeggersee. Sonst war es meistens bedeckt, die Sonne zeigte sich nur am Freitag und am Samstag so richtig. Der Wind war ausgeglichen, mal Gegen- mal Rückenwind, jedoch nicht so stark, dass er allzu lästig war.

Unterkunft fanden wir problemlos und das Essen und der Service waren mit wenigen Ausnahmen durchwegs gut.

Unfallfrei und nur einen Platten am letzten Tag, ich glaube, eine gelungene Ersatztour!

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