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2026 Neckartal-Radweg - Deutsche Weinstrasse

vor 15 Stunden
6 Min. Lesezeit

Unsere 28. Velotour führte uns einmal mehr nach Deutschland. Melchior hatte die Tour ausgesucht, der Neckartal-Radweg von Villingen-Schwenningen nach Mannheim und dann über den Rhein durch die deutsche Weinstrasse nach Karlsruhe. Da Pfingstwochenende ist, haben wir die Unterkünfte für die ersten drei Nächte vorgebucht.

Teilnehmer: Bruno, René, Melchior, Urs (nur 1. Tag) 

Neckar
Neckar

1. Tag, Samstag, 23. Mai 2026

 

Mit Bahn Grenchen Süd – Zürich – Schaffhausen – Singen - Villingen

Villingen – Rottweil – Oberndorf a.N.

Distanz:                    56 km / 3.15 Std.

Um 07.24 Uhr fahren wir in Grenchen Süd ab und mit dreimal umsteigen kommen wir um

11.49 Uhr in Villingen an. René reist via Koblenz und wir treffen ihn im Zug in Singen. Er meldete uns vorher, dass das Veloabteil jetzt schon übervoll sei. Uff, uff, es war dann in Singen halb so wild und wir fanden genügend Platz.

In der hübschen Altstadt von Villingen verpflegten wir uns und los gings. Mit etwas Mühe fanden wir den Neckar-Ursprung und die Neckarquelle. In Rottweil bewunderten wir von weitem den Testturm von Thyssenkrupp. Hier werden Aufzüge getestet und auf einer Höhe von 232 m ist die höchste Besucherplattform Deutschlands. Wir bleiben aber unten und bewundern direkt neben der historischen Innenstadt die längste Fussgängerbrücke Baden-Würtembergs, 606 m lang und bis zu 60 m über dem Neckartal.

Nach Rottweil ein kurzer Aufstieg und dann heisst es plötzlich Strecke gesperrt. Wir fahren trotzdem weiter und werden nirgends aufgehalten! In Oberndorf a.N. ein letzter Aufstieg zum Hotel. Urs fühlt sich nicht so gut und alle sind froh am Ziel zu sein. 


2. Tag, Sonntag, 24. Mai 2026

 

Oberndorf a.N. – Sulz – Horb -Tübingen - Nürtingen

Distanz:                    102 km / 5.15 Std.

Urs reist am Morgen ab, schade, aber die Gesundheit geht vor. Zu Dritt fahren wir durch das enge Neckartal meist auf schönen asphaltierten Radwegen, dann wieder kurze Strecken auf unbefestigten Wegen. So ab 10.00 Uhr nimmt der Veloverkehr zu, wir fühlen uns fast wie an einem Slow up, aber mit Gegenverkehr!! Familien, Tourenfahrer wie wir, aber auch viele Rennvelofahrer bevölkern den Radweg. In Tübingen machen wir in der Altstadt Mittagsrast und kurz vor Nürtingen liegt noch ein Trinkhalt an einem Badesee drin. Nach dem feinen Nachtessen machen wir einen Bummel zur Flaniermeile am Neckar, Glace gegessen und den Schlummi bei der Pension, bei Gino getrunken.

 

3. Tag, Montag, 25. Mai 2026

 

Nürtingen – Stuttgart – Marbach - Besigheim

Distanz:                    94 km / 5 Std.

Wir fahren um 07.30 Uhr ab, finden aber in Nürtingen kein Café oder Bäckerei fürs Morgenessen. Nach rund 12 km Fahrt finden wir dank der guten Nase von René die gewünschte Bäckerei! Im Grossraum Stuttgart geht es durch viele Quartiere und Ecken herum weiter, ebenfalls erschweren Umleitungen die Wegsuche. Aber wir schaffen das! Auch heute – Pfingstmontag und super Wetter – wieder viel Verkehr auf den Radwegen. Längere Zeit fahren wir hinter einer Inline-Skaterin her, die mit einem 25er Schnitt fährt! Chapeau! Kurz nach Stuttgart ändert sich die Landschaft. Industrie weg, hier beginnen die Rebterrassen. In Marbach, in einem Biergarten direkt am Neckar, geniessen wir einen Wurstsalat. Der Radweg führt jetzt oft direkt dem Neckar entlang, teils sogar im Schatten. Bei über 30 Grad wissen wir das zu schätzen!

Besigheim ist ein schmuckes Städtchen, unser Gasthaus mittendrin. Nachtessen beim Gasthaus, dann ein Glas Wein auf dem Marktplatz mit Live-Sängerin. Glace und Schlummi und rechtzeitig ins Bett!


4. Tag, Dienstag, 26. Mai 2026

 

Besigheim – Lauffen a.N. – Heilbronn – Neckarsulm – Bad Wimpfen - Hirschhorn

Distanz:                    100 km / 5 Std.

Frühstück gibt’s ein paar Meter neben unserem Gasthaus im Ht. Am Markt. Kurz nach 07.30 Uhr sind wir schon wieder unterwegs. Am Morgen ist es am angenehmsten zu fahren, die grosse Hitze kommt erst am Nachmittag. Heilbronn lassen wir rechts liegen, machen dann aber einen kleinen Abstecher ins Zentrum von Neckarsulm, der Partnerstadt von Grenchen. Eine Grussbotschaft von unserer Stapine Susanne Sahli haben wir jedoch nicht dabei! So begnügen wir uns mit einem Foto vom schmucken Rathaus. Kurz vor Mittag dann eine Umleitung und es geht recht den Hoger hinauf. Eine offene Beiz ist unterwegs nicht zu finden, aber eine Bäckerei in Neckargerach. Die Verkäuferin meint, sie habe keine Sandwiches, aber sie könne belegte Brote machen. Auch gut. Was wir dann bekommen, sind für uns Sandwiches. Na ja, andere Länder, andere Sitten! Von hier aus kann ich in Hirschhorn Zimmer in einer Pension reservieren. Wir bringen es dann fertig, bei der Pension vorbeizuradeln. Also retour, so ergibt es wenigstens 100 km auf dem Tacho!!

Käthe Grimm begrüsst uns in ihrer Pension sehr redselig. Zum Glück muss sie bald in ihren Baubedarfsladen…!!! Nachtessen auf der anderen Seite des Neckars beim Griechen und ein Gelateria-Besuch runden den Abend ab.

 

                               

5. Tag, Mittwoch, 27. Mai 2026

 

Hirschhorn – Heidelberg – Mannheim - Bad Dürkheim

 Distanz:                    105 km / 5.15 Std.

Da wir hier kein Morgenessen bekommen, fahren wir bei angenehmer Temperatur bereits um 07.30 Uhr los. Bis Heidelberg praktisch alles direkt der Neckar entlang. In Heidelberg geniessen wir in der Altstadt unser Frühstück. Bis zur Neckarmündung in Mannheim sind es nur noch 25 km. Um 11.00 Uhr und nach 405 km fliesst hier der Neckar in den grossen Rhein. Hier stand ich vor 25 Jahren mit Doris schon mal, damals nach 415 km!

Fototime und Weiterfahrt, aber die Fähre nach Sandhofen ist ausser Betrieb. Zurück wollen wir nicht, deshalb suchen wir eine andere Route und beschliessen dann nicht über Worms zu fahren, sondern den Rhein vorher zu überqueren. Pfadfinder René führt uns unter die Autobahn und hier heisst es das Velo zwei Stiegen hochtragen und wir stehen zwischen den Fahrspuren einer vielbefahrenen Autobahn: Hatten wir noch nie, eine solche Velostrasse. Zum Glück sind links und rechts massive Leitplanken! Unser neues Ziel ist Bad Dürkheim an der Weinstrasse. Durch die Rheinebene geht’s in Richtung Pfälzerwald. Topfeben führt uns der Radweg zuerst durch Landwirtschaftsland und dann durch Weinreben nach Bad Dürkheim. Die Info kann uns keine Zimmer vermitteln. Da komme ich auf die Idee mit dem Campingplatz, wo wir vor zwei Jahr Campingferien machten. Wir bekommen ein kleines Fass-Hüttchen für vier Personen und auch wenn es ein wenig eng ist, diese Unterkunft hat Spass gemacht! Gutes Nachtessen im Camping-Restaurant. 


6. Tag, Donnerstag, 28. Mai 2028

 

Bad Dürkheim – Neustadt a.d.W. – Birkweiler – Bad Bergzabern

Distanz:                    81 km / 5 Std.

Heute Abfahrt schon um 07.00 Uhr und Morgenessen bei einer Bäckerei in Bad Dürkheim, neben dem Riesen- Fass-Restaurant. Nach den Flachetappen der letzten Tage ist nun fertig lustig. Stetig geht’s auf dem Wein-Radweg auf und ab durch die Weinberge und durch schmucke Weindörfer. Hier ist alles auf Wein ausgerichtet, Weinberge vom Pfälzerwald bis zum Rhein, soweit das Auge reicht. Die unbefestigten Wege sind zum Teil recht ruppig. Auch heute ist wieder keine offene Beiz zu finden. So genügt uns auch heute eine Bäckerei für das Mittagessen und zum Dessert gibt’s frische Erdbeeren!Als heutiges Ziel haben wir Bad Bergzabern bestimmt (gem. Plan wäre es Landau gewesen, da wir aber gestern die Etappe angepasst hatten, passte das nicht mehr). In Bad Bergzabern irrten wir etwas herum, bis wir die Tourist-Info fanden. Dort ging es dann aber zackig, ein paar Meter daneben konnten wir im Kurhotel Luisenpark einchecken. Leider durften wir am Abend nicht am Buffet teilnehmen, da dies nur für die Kurgäste war und deshalb ausgebucht. Deshalb dinierten wir einmal mehr bei einem Griechen, ein paar Minuten oberhalb unseres Hotels.

 

7. Tag, Freitag, 29. Mai 2026

 

Bad Bergzabern – Kandel – Wörth a.Rh. - Karlsruhe

Distanz:                    42 km / 2.15 Std.

Nach einem reichhaltigen Frühstück geht’s Richtung Endziel Karlsruhe. Zuerst leicht coupiert durch Weinreben dann flach gegen den Rhein. Im Stadtgebiet Karlsruhe erwischten eine unglaubliche rote Welle. Alle paar hundert Meter ein Rotlicht, na ja, wir hatten ja genügend Zeit einberechnet. So konnten wir uns verpflegen und um 12.38 Uhr fahren wir mit dem Regionalzug nach Basel. Die DB ist pünktlich in Basel und um 17.00 Uhr sind wir in Grenchen.

 

Zusammenfassung: 


5 ganze und 2 halbe Tage Fahrt =    580 km

 Eine schöne Fahrt dem Neckar entlang. Meist auf guten Radwegen, oft direkt der Neckar entlang, wenige Abschnitte auf öffentlichen Strassen. Der Radweg ist gut signalisiert, trotzdem mussten wir einige Male die richtige Route suchen. Es lohnt sich, Unterkünfte rechtzeitig zu suchen und zu reservieren. Auch Gasthäuser für das Mittagessen werden unterwegs immer rarer. Wir hatten tolles Wetter, etwas heiss zwar, aber lieber heiss als nass!

Schade, dass Urs die Tour gesundheitshalber nach dem ersten Tag abbrechen musste.

 

                                 Wichtig aber, wieder eine Tour unfall- und pannenfrei!

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