top of page

2001 Neckartal-/Rhein-Radweg

Juli/August 2001


Neckarquelle bei Schwenningen


Für die Sommerferien 2001 entschieden meine Frau Doris und ich eine Radtour zu machen. Aus dem Internet suchte ich eine Radtour, die möglichst wenig Steigungen beinhaltet. Dazu bot sich eine der vielen Flusstouren an. Wir entschieden uns für den Neckartalradweg von Schwenningen nach Mannheim und anschliessend den Rheinradweg Richtung Basel oder vielleicht noch weiter Richtung Norden.


Eindrücke

Unsere einzige Panne auf dieser Radtour passierte noch in Grenchen auf dem Bahnhof. Irgendwie hatten der Kondukteur und der Lokführer etwas gegen uns, denn der Zug fuhr ab, ohne dass wir einsteigen und unsere Velos verladen konnten. Welch ein peinlicher Start!!

Dank des Organisationstalentes unseres Bahnhofvorstandes Dani, konnten wir unsere Reise eine Stunde später doch noch in Angriff nehmen. Ueber Zürich, Schaffhausen, Singen erreichten wir unseren ersten Uebernachtungsort Rottweil.

Am Sonntag, 28. Juli konnten wir also die Radtour richtig beginnen. Für eine Viertelstunde nahmen wir jedoch noch die Bahn, um nach Schwenningen - der Ursprungsquelle des Neckars - zu fahren.

Der Neckartalradweg ist grundsätzlich gut ausgeschildert. Doch hat es noch genug Fallen, um sich so richtig zu verfahren. So hatten wir auch bereits Mühe, die Neckarquelle zu finden. Die Quelle fliesst hier aus einem Brunnen mit einer entsprechenden Legende.

Die Fahrt[nbsp] dem Neckar entlang erwies sich als sehr abwechslungsreich. Teils über Felder, teils durch Wälder auf verkehrsarmen Nebenstrassen oder auf verkehrsfreien Feldwegen zieht sich die Tour das Neckartal hinunter. Die wenigen Steigungen sind meistens leicht zu bewältigen.

Besonders auf der Etappe Bad Wimpfen - Hirschhorn hat es Dutzende von herrlichen, imposanten Burgen und Schlösser. Ebenso auf der ganzen Strecke durchfuhren wir viele Orte mit sehr gut erhaltenen alten Ortskernen. Ein Lob an Alle, die sich für die Erhaltung der alten Stadt- und Ortsbilder einsetzen.


Nach 415 km erreichten wir am 7. Tag die Neckarmündung in Mannheim. Beeindruckend, wie sich der Neckar vom kleinen Rinnsal in einen breiten, schiffbaren Fluss verwandelt hat und jetzt vom grossen Rhein aufgesogen wird.

Bei der Planung der Tour wussten wir noch nicht, ob wir von Mannheim weiter Richtung Norden radeln wollten oder gegen Süden Richtung Basel. Unterwegs entschieden wir uns für den Süden.

Dem Rhein entlang, z.T. bei saumässigem Gegenwind, fuhren wir teils auf der deutschen und teils auf der französischen Seite Richtung Basel. Auch hier viel Abwechslung auf der Strecke mit jedoch z.T. langen Geraden auf dem Rheindamm. Von der Neckarmündung her erreichten wir nach 350 km Basel.

Hier noch einige Tipps

Dokumentationen/Karten Gute Hilfe leisten die Radtourenführer von[nbsp]"bikeline". Sehr guter Routenbeschrieb, Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und Unterkunftsmöglichkeiten machen diesen Führer fast unentbehrlich.

Ebenso gute Dienste leistete uns der Ausdruck aus dem Internet über den[nbsp]Neckartalradweg. Auch hier bis ins Detail beschrieben die Route mit Sehenswürdigkeiten.

Unterkunft

Ausser für die erste Nacht hatten wir nichts gebucht, da wir die Etappenorte nicht im voraus bestimmt hatten. An den Etappenorten kamen wir in der Regel zwischen 15.00 - 17.00 Uhr an und hatten keine grosse Mühe eine Unterkunft zu finden. In der ersten Woche reservierten wir ein paar Mal mittags telefonisch das Zimmer (Adressen aus "bikeline"). So konnten wir bei sehr heissem Wetter vorher noch eine Badi aufsuchen und mussten uns keine Gedanken mehr über die Unterkunftssuche zu machen. In der Regel sehr schöne, saubere Unterkünfte (ausser in Strasbourg, wo wir eine "Absteige" erwischten) in der Preisklasse um 100 DM für das Doppelzimmer. Auch die Räder konnten überall eingestellt werden, sei es im Keller, in der Garage, hinter der Reception(!) und einmal sogar im gediegenen Speisesaal.


Wegqualität / Beschilderung

Der Neckartalradweg ist auf schönen Wegen angelegt, teils auf asphaltierten, teils auf unbefestigten Wegen. Die Beschilderung ist grundsätzlich gut, trotzdem haben wir uns mehrmals verfahren, aber das gehört eigentlich zu jeder Radtour.

Der Rhein-Radweg führt auf der deutschen Seite meist auf unbefestigten Wegen direkt dem Rhein entlang. Auf der französischen Seite hingegen meist auf asphaltierten Strassen mit wenig Verkehr und z.T. mehrere Kilometer im Landesinnern. Die Beschilderung ist noch nicht einheitlich geregelt.


Wetter

Das Wetter kann man bekanntlich nicht selber bestimmen. Wir hatten das Glück, dass wir sehr schönes Wetter hatten. Den Regen während der Fahrt konnten wir in Minuten zählen! Der Rheinradweg ist vielleicht eher in Richtung Süden gegen Norden zu empfehlen (weniger Gegenwind).


7 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comentarios


bottom of page