2026 Bregenzerwald-Bodensee
Rad- und Wandertour
Teilnehmer: Melchior, Doris, Renata, Ueli
Dieses Jahr machen wir mal andere Veloferien. Wir kombinieren Velofahren mit Wandern. Renata und Ueli haben vorgeschlagen, ein paar Tage in Mellau im Bregenzerwald ein Hotel zu buchen und von dort aus Velo- oder Wandertouren zu machen. Die beiden kennen das Gebiet aus vergangenen Wanderferien schon gut.

1. Tag, Montag, 13. Juli 2026
Buchs SG – Götzis – Dornbirn – Bödele – Mellau 70 kim
Um 07.25 Uhr fahren wir mit der SBB via Zürich-Sargans nach Buchs SG. Die Frauen fahren noch zwei Stationen weiter nach Rüthi SG. Ueli und ich fahren bei herrlichem Sommerwetter zuerst auf dem Rheindamm und dann zweigen wir ab in Richtung Götzis, wo wir auf unsere Frauen treffen. Kurze Zwischenverpflegung und es geht weiter nach Dornbirn. Es ist heiss und so kommt uns eine Glace Pause gerade gelegen. Nach einigem Suchen finden wir die Route in den Bregenzerwald. Es geht auf der Hauptstrasse immer bergauf.
Dornbirn liegt auf 440 m ü.M. und unser Ziel rund 700 m. Aber, dass ein Pass dazwischen liegen könnte, haben wir nicht beachtet. Es steigt und steigt 1'000 m, 1'200 m….und und und!! Alle unsere Akkus sind auf Rot, da kommt endlich die Passhöhe Bödele auf 1'450 m! Ueli organisiert bei einem Restaurant Strom für die Akkus und für uns eine kühle Erfrischung. Nach 45 Minuten sind alle erholt und eine rassige Abfahrt entschädigt uns (teilweise!) für den happigen Aufstieg.
Um 17.15 Uhr checken wir im Hotel Kreuz in Mellau ein. Ein gutes Nachtessen, ein kurzer Bummel durchs Dorf (Ueli und ich) und ein Schlummertrunk runden diesen ersten Tag ab.
Dem Rhein entlang Dornbirn Schwarzenberg
2. Tag, Dienstag, 14. Juli 2026
Am Morgen ist es regnerisch, deshalb ziehen wir unser Schlechtwetterprogramm ein. Es sollte dann aber ein schöner Sommertag werden. Mit der Kurkarte des Bregenzerwaldes können wir alle Busse und Bergbahnen gratis benützen. Wir entschliessen uns für einen Ausflug mit dem Bus über den alpinen Hochtannbergpass, 1'676 m ü.M., nach Lech am Arlberg. Die Fahrt führt in rund 1 ¼ Std. durch ein wildes Tal über den Pass. Lech am Arlberg gilt als die Wiege des Skilaufs mit dem grössten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs und gilt als eine der exklusivsten Alpendestinationen der Welt. Na ja, wir haben’s gesehen!
Nach der Rückkehr ins Hotel ist das Hallenbad angesagt und nach dem Nachtessen ist Heimatabend auf dem Dorfplatz. Eine Supershow!! Was die Trachtengruppe hier aufführt, auch mit Kindergruppe ist grossartig. Und dann erst die Schuhplattler Gruppe Mellau, ein wahres Gaudi! Bravo Mellau für die 1 1/2 stündige Topunterhaltung.
Lech am Arlberg
3. Tag, Mittwoch, 15. Juli 2026
Mellau – Schoppernau - Mellau 30 km
Wir fahren mit dem E-Bike nach Schoppernau und von dort mit der Gondelbahn auf den Diedamskopf auf 2'020 m. Zu Fuss auf den Gipfel auf 2'090 m. Hier hat man eine herrliche Rundsicht, auch der Bodensee ist zu sehen. Eine Holzkugelbahn beim Abstieg vom Gipfel lässt auch Erwachsenen wieder zu spielerischen Kindern werden! Nach einem kleinen Imbiss geht’s mit der Bahn wieder nach Schoppernau und mit dem E-Bike zum Teil herrlich der Bregenzer Ach entlang nach Mellau zurück. Ein Bad in unserer Hotel-Wellness-Oase erfrischt uns vor dem Nachtessen.
Fahrt zur Gondelbahn Aufstieg Diedamskopf
4. Tag, Donnerstag, 16. Juli 2026
Damüls - Mellau 24 km
Wir laden unsere E-Bikes auf den Bus-Veloanhänger und lassen uns nach Damüls auf 1'430 m fahren. Wir parkieren unsere Räder bei der Talstation und fahren mit der Sesselbahn auf die Ugaalpe auf 1'850 m. Auf dem 1-stündigen Rundweg Ugaalpe geniessen wir die herrliche Bergwelt des Bregenzerwaldes.
Mit dem E-Bike fahren wir noch zum Ortskern Damüls und zur Kirche hoch. Dann eine rasante Abfahrt nach Au und zurück nach Mellau. Auch heute erfrischen wir uns im Hotel wieder im Bad.
"Velofahrt" nach Damüls Ugaalpe Sicht auf Bodensee Ziegen..... Rindviecher..... ....und Herz für Fototime!
5. Tag, Freitag, 17. Juli 2026
Mellau – Bezau – Mellau 14 km
Mit dem E-Bike fahren wir ins Nachbardorf Bezau. Hier ist auf dem Dorfplatz ein kleiner, aber feiner Markt mit einheimischen Produkten. Die Einheimischen sind um 11.00 Uhr schon wacker beim Apero, wir halten uns da noch zurück. Mit der Luftseilbahn fahren wir auf Baumgarten, auf 1'750 m. Ueli und ich wandern den Panorama-Rundweg und wir treffen die Frauen nach gut einer Stunde beim Gasthof Niederealpe. Nach einer guten Alpe-Verpflegung laufen Ueli und ich in gut einer Strunde runter zur Mittelstation wo wir, welch ein Zufall – unsere Frauen in der Gondelbahn wieder treffen!
Ein Trunk in Bezau, im Hotel wo Renata und Ueli während Wanderwochen schon logiert haben und dann mit dem E-Bike retour nach Mellau. Aber das Display von Renatas Flyer leuchtet plötzlich rot auf und nichts geht mehr. Zum Glück ist gleich ein Velomech in der Nähe, aber der winkt ab, kann nichts machen! Das gleiche beim Velomech in Mellau!
Doris und ich buchen für morgen ein Hotelzimmer in Arbon, Käsers warten noch ab, wie sich das mit dem Flyer von Renata entwickelt.
6. Tag, Samstag, 18. Juli 2026
Mellau – Dornbirn – Au – Rorschach – Arbon 80 km
Morgenesssen um 07.30 Uhr, Abfahrt 09.00 Uhr. Ueli fährt mit dem Flyer von Renata (ohne Strom) und ich mit Uelis E-Bike und Renata mit meinem Flyer. In Dornbirn soll es eine Flyer-Vertretung geben, die schliesst um 12.30 Uhr. Am Anfang alles paletti, meist flach oder leicht bergab, zum Teil herrlich der Bregenzer Ach entlang, aber dann kommt was kommen muss. Eine Steigung von über 200 Hm. Abwechslungsweise stossen Ueli und ich das stromlose E-Bike hoch. Na ja, nicht selbstverständlich für ältere (oder alte?) Herren. Aber es klappt. Noch eine rassige Abfahrt und wir sind um 12.00 Uhr beim Velomech. Nach einigem Warten hat er Zeit für uns. Und… es sei eine kleine Sache gewesen, irgendein Wackelkontakt oder sowas. Juppi! Käsers buchen auch gleich das Hotel in Arbon.
Aber schon bald die Ernüchterung! Nach ein paar Minuten wieder die Fehlermeldung. Also los weiter nach Au, hier soll es auch Velomechs geben. Ein Velomech hat geschlossen, ein zweiter hat Betriebsferien und der dritte kann auch nicht helfen!
Renata geht mit ihrem Flyer auf den Bahnhof und fährt mit der SBB nach Arbon. Wir anderen geniessen die Fahrt auf dem Bodensee-Radweg, der zwar durch einen vorherigen Gewitterregen nass und dreckig ist, kehren unterwegs noch ein und um 17.00 Uhr checken wir im Hotel Seegarten in Arbon ein und geniessen den Abend.
Talwärts gehts ohne Strom! Obsi = schieben! Hundertwasser Altenrhein Dem Bodensee entlang
7. Tag, Sonntag, 19. Juli 2026
Arbon – Romanshorn – Frauenfeld – Wiesendangen 74 km
Am Morgen verabschieden wir uns von Renata und Ueli. Sie werden (mit und ohne Motor) nach Rorschach fahren und von dort mit dem Zug heim. Doris und ich wollen heute und morgen Richtung Grenchen fahren.
Wir besichtigen kurz das schmucke Städtchen Arbon und hier überrascht uns ein erster Regenschauer und das sollte in der ersten Fahrstunde noch 2–3-mal der Fall sein. Doch dann hellt es auf und es wird wieder ein heisser Sommertag. Unterwegs telefonieren wir unser Freunden Ruth und Guido in Wiesendangen, die wir auf dem Heimweg besuche möchten. Spontan laden sie uns ein, bei ihnen zu übernachten. Dieses Angebot können wir natürlich nicht ausschlagen.
Wir fahren auf schönen Velowegen oder wenig befahrenen Landstrassen durch den Thurgau und St. Gallerland nach Wil SG, wo wir uns verpflegen. Wir beschliessen, via Frauenfeld nach Wiesendangen zu fahren. Ein stetes Auf und Ab und gegen Ende geht uns noch bald der Saft (Strom) aus! Da haben wir zu grosszügig kalkuliert, aber es reicht und so treffen wir gegen 16.00 Uhr bei unseren Freunden ein.
Apero, Nachtessen und Skip-Bo spielen lassen den Abend schnell vergehen.
Arbon Marktplatz Wil SG Der Thur entlang
8. Tag, Montag, 20. Juli 2026
Wiesendangen – Winterthur – Wettingen 76 km
Nach dem Morgenessen muss noch ein Skip-Bo Spiel sein, denn schliesslich wollen alle mal gewinnen! Gegen 11.00 Uhr verabschieden wir uns und fahren los. Wir machen einen grossen Umweg um und in Winterthur und nach einer Stunde sind wir endlich auf unserer Veloroute 5, aber wir bringen es fertig auf die falsche Richtung abzubiegen und merken es erst nach einer längeren Waldwegfahrt. Na ja, peinlich! Deshalb retour und in die richtige Richtung. Es wird wieder heiss und wir kurven mal in ländlicher Umgebung und mal in städtischer Umgebung (Ballungsgebiet Zürich). In den Wäldern liegen viel Bäume und Äste am Boden, die ein Sturm vor drei Tagen verursacht hat.
Beim Flughafen Kloten beobachten wir direkt am Ende der Startpiste die startenden Flugzeuge. Imposant, wie die Flugzeuge kaum 100 m über uns hinwegdonnern! In Rümlang finden wir endlich einen Schnellimbiss, wo wir was futtern und Getränke nachfüllen können.
Unser Ziel ist Wettingen und die letzten km geht’s auf Naturwegen meist schnurgerade dem Furtbach entlang. Kurz den Bahnhof suchen und wir haben Glück, gleich fährt ein direkter Zug nach Olten und von dort mit dem Regio nach Grenchen und gegen 18.00 Uhr sind wir müde, aber glücklich daheim.
Kurz nass durchs Thurgau Zürich-Kloten
Zusammenfassung
Gesamtdistanz E-Bike: 368 km
Kombiniert Velo- und Wanderferien ist mal was anderes und hat sich gut bewährt. Im Bregenzerwald hatten wir eine gute Unterkunft, Hotel Kreuz, Mellau. Zimmer, Essen und Wellness-Bereich, alles palletti. In der Kurkarte inbegriffen sind alle Busse und alle Bergbahnen im gesamten Gebiet. Das findet man nicht überall so! Das Wetter war prächtig, ein paar kurze Regenschauer inbegriffen.
Schade der Defekt an Renatas Flyer am letzten Tag, der die Fahrt an den Bodensee mühsam machte. Hauptsache alles unfallfrei! Danke Renata und Ueli für die Organisation.

Österreicher Heidi auf der Ugaalpe! (KI generiert!)



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